Wo du Wien wie ein Wiener erlebst – im grätzlhotel

Ein Bekenntnis gleich zu Anfang: Ich liebe Wien. Den Schmäh, den Grant, das Morbide, den Apfelstrudel mit Schlagobers, die Melange, das Burgtheater und den Zentralfriedhof; zusammengefasst das Neue und das Alte, das zusammen eine unvergleichliche städtische Mischung ergibt. Dieses Jahr steht die österreichische Hauptstadt mit knapp 1,9 Millionen Einwohnern gleich zwei Mal auf meinem Reiseplan. Grund genug, sich ausführlich mit Unterkunftsmöglichkeiten zu beschäftigen, die aus der Masse hervorstechen und mehr sind als nur ein sauberes Bett und eine Dusche.

Fündig geworden bin ich beim grätzlhotel am Karmelitermarkt, nur einen Kilometer vom berühmten Stephansplatz mit seinem gleichnamigen Dom entfernt. »Grätzl«, das ist ostösterreichische Umgangssprache und bedeutet so viel wie der Teil eines Wohnviertels, einer Straße im Wohnviertel oder eines Häuserblocks – vielleicht könnte man die Bedeutung des Wortes mit dem Berliner »Kiez« vergleichen.

Das grätzlhotel ist die ideale Unterkunft für Individualreisende auf Städtetrips, die das Wiener Stadtleben authentisch erleben, die mittendrin und nicht abgeschirmt in einem Hotelkomplex sein wollen. Daher ist das grätzlhotel trotz seines Namens auch kein Hotel im klassischen Sinne, sondern versteht sich eher als ein Zuhause fernab von daheim.

der vogelfaenger 01 (c) Monika Nguyen*

Die großzügigen sieben Suites beziehungsweise Wohnungen, in die die Wienerin und/oder der Wiener auf Zeit am Karmelitermarkt einziehen können, sind stylisch, klar designt und urban ausgestattet und verfügen neben einer entspannenden Regendusche auch über ein bequemes Boxspringbett sowie über eine Küchenecke.

die lampenschirmmacherin 03 (c) Heidrun Henke*

Und das Beste: In den Suites befanden sich früher Ladengeschäfte, eine Bäckerei und sogar ein Lampengeschäft waren hier etwa untergebracht, die heute Namensgeber der Suites sind. So könnt ihr etwa bei »der Lampenschirmmacherin« oder »der Knopfmacherin« nächtigen. Und wenn ihr die kleinen Details in der Inneneinrichtung interpretieren könnt, dann werdet ihr in eurer Suite auch auf Zeichen stoßen, die auf ihr vorheriges Leben hindeuten.

der vogelfaenger 03 (c) Monika Nguyen*

Sollte es einmal regnen oder euch der Sinn danach stehen, nach vielen in der Stadt gesammelten Eindrücken den Tag gemütlich im Zuhause auf Zeit ausklingen zu lassen, dann könnt ihr wortwörtlich vom Fensterbrett aus am Leben draußen teilnehmen. Zumindest visuell: Denn bei den zur Straße liegenden Räumen wurde darauf geachtet, eine Sitzbank nahe dem Fenster, das ehemals als Geschäftsauslage diente, einzubauen, damit ihr von dort aus bei einer schon erwähnten Melange das alltägliche Treiben in den umliegenden Straßen verfolgen könnt.

die lampenschirmmacherin 02 (c) Heidrun Henke*

Und am Karmelitermarkt gibt es wahrlich viel zu entdecken. Der Markt selbst geht auf den »Markt am Werd« zurück, einer der ältesten Märkte Wiens. Auch heute locken noch 80 Stände mit einem vielfältigen Angebot an Obst, Gemüse, und, und, und. Zudem laden in unmittelbarer Umgebung kleine Design- und Fachgeschäfte zum Stöbern ein. Mitten im zweiten Bezirk gelegen, ist der Karmelitermarkt übrigens der Stadtteil, in dem sich das Zentrum des jüdischen Lebens in Wien befindet.

karmelitermarkt_graetzl 03 (c) Heidrun Henke*

Hinter diesem genauso tollen wie innovativen Unterkunftskonzept steckt die URBANAUTS Hospitality Group, die 2012 damit begann, ehemalige Wiener Geschäftslokale als Hotelzimmer in neuem Design erstrahlen zu lassen. Mit dem grätzlhotel, das sich nicht nur in dem Haus am Karmelitermarkt, sondern auch in zwei weiteren Gebäuden im Wiener Innenstadtbereich befindet, wollen die Verantwortlichen eine Antwort auf den Airbnb-Trend liefern: In den Suites verbringt ihr einen individuellen Aufenthalt wie in einer Privatwohnung, fühlt euch dabei aber so umsorgt wie in einem Hotel.

die knopfmacherin 01 (c) Monika Nguyen*

Wenn ihr zum Beispiel am Karmelitermarkt ein langes Wochenende verbringt, dann sind für euch Veronika und Peter Vremec im Restaurant »zur rezeption – Trattoria Triest« zuständig. Bei Fragen und Wünschen stehen sie euch mit Rat und Tat zur Seite und verwöhnen euch zudem noch mit Triestinischen Spezialitäten.

Und auch sonst erfüllt das grätzlhotel Sonderwünsche: Fahrräder stehen euch kostenlos zur Verfügung, ein Picknickkorb oder ein Blumenstrauß, solltet ihr mit der oder dem Liebsten ein paar Tage in Wien verbringen wollen, können bestellt werden.

Mein Fazit:

Das grätzlhotel besticht durch ein außergewöhnliches und überzeugendes Konzept. Definitiv ein Lovely Place für diejenigen unter euch, die ein bisschen Luxus und viel Individualität zu schätzen wissen und die bei ihrem Städtetrip vor allem eins wollen: so viel wie möglich vom echten Wiener Leben in sich aufsaugen.

Die Fakten und noch mehr Bilder & Infos …

… zum grätzlhotel am Karmelitermarkt gibt’s hier**

* Fotos von Monika Nguyen und Heidrun Henke

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3 Kommentare zu „Wo du Wien wie ein Wiener erlebst – im grätzlhotel

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