Gmiatlich isch es – das Lindner Parkhotel & Spa im Allgäu

Der Artikel entstand in Kooperation mit Lindner Hotels & Resorts und spiegelt die persönliche Meinung der Autorin wider.

Das Allgäu – Synonym für Entschleunigung, für ganz viel Natur, für Braunvieh, dessen Glockengeläut stets als fast schon meditative Entspannungsmusik im Hintergrund zu hören ist, und natürlich für kulinarischen Genuss, Stichwort: Kässpatzen. Auf all das freue ich mich, während mich die Regionalbahn von München in knapp zwei Stunden ins Allgäu zuckelt. Bald schon werden aus flachen Wiesen steile Hänge, auf der die Schumpen (Allgäuerisch für Jungvieh) grasen, der Alpsee mit ein paar Windsurfern gleitet am Bahnfenster vorbei, und ich bin da: in Oberstaufen.

Oberstaufen liegt in vielen sanft und einigen nicht ganz so sanft geschwungenen Bergflanken des deutsch-österreichischen Naturparks Nagelfluhkette. Der touristische Hauptort der Gegend mit nicht einmal 10000 Einwohnern hat sich ganz der entgiftenden Schrothkur verschrieben, weshalb er sich als einziger Ort in Deutschland „Schroth-Heilbad“ nennen darf. Doch natürlich muss man nicht asketischer Schrothler sein, um hier ein paar erholsamen Tage zu verbringen. Auch Urlaubern, die wie ich eine eher genussfreundliche Lebenseinstellung vertreten, hat Oberstaufen samt Umgebung so einiges zu bieten.

Lindner Parkhotel & Spa Außenansicht
Das Lindner Parkhotel & Spa – Rückansicht

Der Empfang

Das Lindner Parkhotel & Spa, in dem ich zwei Nächte verbringen darf, mutet mit seinen 87 Zimmern nicht unbedingt beschaulich an, hat sich aber dennoch eine sehr persönliche Atmosphäre bewahrt. Da holt einen schon mal Hoteldirektor Eberhard Müller vom kleinen Bahnhof ab und begrüßt einen so herzlich, als wäre man die verlorengegangene Tochter, die ihren Weg zurückgefunden hat. Sympathisch!

Das Foyer empfängt rustikal-elegant. Überhaupt wird auf den ersten Blick klar, dass hier Allgäuer Tradition und Gemütlichkeit mit Herz und Seele gelebt werden. Schnuckelige Sitzecken laden zum Verweilen ein, auch im zugegebenermaßen etwas kühlen Frühling prasselt ein heimeliges Feuer im Kamin, neben dem aufgestapelte Holzscheite auf ihr Schicksal warten, während Azubi Kathi im feschen Dirndl mich eincheckt und ich schon mal das erste Glas Prosecco schlürfe.

Fast schon tiefenentspannt geht es dann mit meinem Schlüssel – ja, es gibt noch echte Zimmerschlüssel! – für das Zimmer 316 in den modernen Aufzug mit Alpenpanorama, der mich im dritten Stock ausspuckt. Der erste Eindruck? Angenehm leise bayerisch-zünftige Musik, die aus versteckten Lautsprechern fließt. Kurz überlege ich, ein bisschen mitzuschunkeln, bin dann aber zu neugierig und öffne meine Zimmertür. Immer wieder ein Erlebnis: der Moment, in dem man das erste Mal sein neues Zuhause auf Zeit betritt.

Lindner Parkhotel & Spa Lobby
Lobby im Alpenstyle
Lindner Parkhotel & Spa Empfang
Immer ein Lächeln auf den Lippen – Kathi von der Rezeption
Lindner Parkhotel & Spa Zimmerschlüssel
Mein Zimmerschlüssel

Das Zimmer

Mein Reich für drei Tage ist groß, ziemlich groß: ein Comfort Class Doppelzimmer. Erfreut lasse ich meine Reisetasche fallen und gehe auf Entdeckungsreise. Auch in der Zimmereinrichtung geht es traditionell zu. Holz und Naturfarben herrschen vor und sorgen für einen harmonischen Gesamteindruck. Auf dem Bett thronen zwei Kissen mit den typischen tierischen Bewohnern des Allgäus, das Kopfteil ziert eine Allgäuer Stickerei mit einer Edelweißblüte in der Mitte, während am Fenster ein riesiger Ohrensessel mit Stoff im Landhausstil einlädt, sich mit Ausblick auf den Kurpark einzukuscheln und den Puls etwas runterfahren zu lassen. Später erfahre ich, dass einige der Möbel wie etwa die Lampen oder der kleine Sekretär noch aus der Zeit vor der großen Renovierung vor einigen Jahren stammen. Eberhard Müller hat sich bewusst dafür entschieden, die Zimmer eben nicht mit austauschbaren weißen und stylischen Ledermöbeln oder ähnlichem auszustatten, sondern setzt stattdessen auf Mobiliar, das bereits über eine Geschichte verfügt und diese dem Gast auch erzählt. Ein Lächeln huscht über mein Gesicht, als ich den Hocker vor dem kleinen Schminkspiegel sehe, der mit Augenzwinkern in Alemannisch bestickt ist: „Bitte hock na“. Der Aufforderung werde ich später nachkommen.

Lindner Parkhotel & Spa_First Zimmer 3
Gmiatlich
Lindner Parkhotel & Spa Zimmer
Das Braunvieh ist auch schon da
Lindner Parkhotel & Spa Hocker
Hab ich gemacht
Lindner Parkhotel & Spa Ausblick
Zimmerausblick

Das Bad entpuppt sich hingegen als sehr modern. Natürlich gibt es die fast schon übliche bodengleiche Dusche, doch am besten gefallen mir die Glaswand mit Seelandschaft, an der hölzerne Ablagebretter mit kleinen geschnitzten Herzen angebracht sind und Almhüttenflair verbreiten, und – ich muss es einfach sagen – der Toilettendeckel aus Holz. Ich war schon in vielen Hotels, aber so etwas habe ich bisher noch nie gesehen. Für den Waschtisch wurde übrigens Stein aus den Tiroler Alpen verwendet.

Kulinarik & Co.

Hinter dem Team aus elf Mitarbeitern steht seit etwa 30 Jahren Jürgen Wagenblast, passionierter Angler mit einer Vorliebe für die Lofoten. Neben dem Parkrestaurant gibt es noch die Weinstube sowie das gemütliche Laurentius- und das lauschige Kirschbaumstüberl – wobei man in Letzterem ganz romantisch und etwas abgeschottet vom sonstigen Hotelbetrieb bei Kerzenschein dinieren kann.

Morgens zaubern Wagenblast & Co. ein fantastisches Frühstücksbüffet. Wer nicht Schrothler ist und sich mit einem Glas Tee und salzarmem Brot zufrieden geben muss, hat die Qual der Wahl zwischen Obst, verschiedenen Müslis, frisch zubereiteten Eierspeisen und Waffeln, Aufschnitt, Lachs, frisch gepresstem Saft und, und, und. Und da man jeden Tag ja eigentlich feiern sollte, liegt auch schon die Flasche Sekt schon auf Eis bereit.

Abends bedient sich das Küchencrew gern am hauseigenen Kräutergarten. Überhaupt ist das Allgäu ein Kräuterparadies, auf einem Quadratmeter wachsen bis zu 150 verschiedene Arten, die, so Wagenblast, wunderbar auch Salz ersetzen können.  Jeder Abend steht unter einem speziellen kulinarischen Motto, so kann man sich durch „Staufner Leckereien“, durchs „Alpenglühn“ und „Heitere Herbarium“ schlemmen. Nachdem ich einen Abend überaus fein schmeckendes Filet vom Bodensee-Zander in Lauchbutter gebraten mit Bandnudeln und Marktgemüse genießen darf, folgt am andern DAS Gericht des Allgäus: die obligatorischen Käsespätzle, auch Kässpatzen genannt. Sie werden mit Röstzwiebeln, Schnittlauch und Spargel in Bärlauch serviert und sind überraschend leicht. So leicht, dass ich mir sogar noch einen kleinen Nachschlag genehmige. Allen, die jetzt Appetit bekommen haben, verrät Küchenchef Wagenblast gern sein Rezept, mit dem man das Allgäu zu sich auf den Essenstisch holen kann.

Lindner Parkhotel & Spa Weinstube
Weinstube
Lindner Parkhotel & Spa Laurentiusstüberl
Laurentius Stüberl
Lindner Parkhotel & Spa Candle Light
Kirschbaum Stüberl
Lindner Parkhotel & Spa Kräutergarten
Der Kräutergarten
Lindner Parkhotel & Spa Käsespätzle
Die kulinarische Allgäuer Macht – Käsespätzle
Lindner Parkhotel & Spa Dessert
Kaiserschmarrn mit Walnusseis

Wellness

Was wäre ein Urlaub ohne Wellness? Endlich mal die Seele baumeln und sich verdient verwöhnen lassen. Im Lindner Parkhotel & Spa habe ich dazu auf mehr als 900 Quadratmetern genug Gelegenheiten: Neben dem Innen- und Whirlpool, einer alpinen Saunalandschaft und dem beheizten Außenpool mit wunderschönem Blick Richtung Berge ist das Bergwiesen Spa mit seinen sieben Behandlungsräumen das Aushängeschild des Hotels.

Im gemütlichen Aufenthaltsraum mit Teetheke gönne ich mir noch einen Glücks-Kräutertee, bevor meine schändlich vernachlässigte Winterhaut in den Genuss eines Honig-Zirben-Peelings kommt, damit sie wieder in vollem Frühlingsglanz erstrahlen kann. Ich merke, dass Spa-Chefin Sabrina Rasch noch immer mit Leidenschaft dabei ist. Nach dem angenehm duftenden Peeling, das meine Haut butterweich gemacht hat, nimmt sie sich sogar noch Zeit, um mir Tipps für meine Problemhaut zu geben. Wer sich und seinem Partner mal etwas richtig Gutes tun will, der sollte die Private Spa Suite buchen, die neben Behandlungsliegen, einer Relaxzone und einem Whirlpool auch über einen Außenbereich mit einer Sauna im Blockhaus verfügt.

Lindner Parkhotel & Spa Außenpool
Außenpool
Lindner Parkhotel & Spa Pool
Innenpool
Lindner Parkhotel & Spa Spa
Hier wird man schön
Lindner Parkhotel & Spa Private Spa
Private Spa
Lindner Parkhotel & Spa Sauna
Private Blockhüttensauna
Lindner Parkhotel & Spa Ruheraum
Tür zum Ruheraum

Der Abschied

Nach zwei Nächten zuckelt mich die Bahn wieder Richtung Heimat. Ich sitze gegen die Fahrtrichtung, sehe die Berge in der Nachmittagssonne immer kleiner und kleiner werden. Eigentlich, so denke ich, haben sich meine Erwartungen ans Allgäu voll und ganz erfüllt. Ich würde gern wiederkommen, noch mehr Land und Leute kennenlernen – und noch mehr Fotos vom Braunvieh machen.

Allgäuer Braunvieh
Mit der Kuh auf Du und Du

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Mein Fazit:

Das Lindner Parkhotel und Spa ist ein Lovely Place, weil hier Allgäuer Tradition auf Gemütlichkeit, Herzlichkeit, kulinarischen Genuss und einen hohen Komfort treffen. Trotz der Größe des Hotels baut man als Gast schnell eine persönliche Beziehung zu den Angestellten auf, Kathi von der Rezeption wird mir mit ihrer fröhlichen Art immer in Erinnerung bleiben.

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Wie viel kostet’s?

Das Einzelzimmer kostet pro Nacht ab € 99, das Doppelzimmer ist ab € 189 zu haben.

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Die Fakten:

Lindner Parkhotel & Spa – Argenstraße 1 – 87534 Oberstaufen

Mit einem Klick auf Lindner Parkhotel & Spa erfährst du noch mehr über das Allgäuer Wohlfühlhotel.

 

© alle Bilder: Susanne Bartel

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3 thoughts on “Gmiatlich isch es – das Lindner Parkhotel & Spa im Allgäu

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